Solothurn ist erreicht

Die Vorzeichen standen zum einen gut, dann wiederum auch weniger. Zum einen war da die relativ kurze Etappe, die uns nach Solothurn in die Heimat führte, zum anderen war Keve halt immernoch angeschlagen. Wie bereits am gestrigen Tag führte er auch heute ein Kampf mit sich selbst, wurde von Bauchkrämpfen gequält, hatte Verdauungsprobleme. Diese Probleme stellte auch das Verpflegungspersonal zu Wasser vor gewisse Probleme, zumal der Kalorienverlust schwer einzukalkulieren war.

Aber auf seinen Kopf, auf den konnte sich Keve wie gewohnt verlassen und so startete er wie vereinbart um 11.30 Uhr in den Schwumm nach Hause. Begleitet wurde der Tross während den Zwischenhalten gleich von zahlreichen Zuschauern und Journalisten. Vertreter letzterer Zunft stellten sich während dieser Etappe einmal mehr ins beste Licht. Beispielsweise beim doch etwas unkonventionellen Interview beim ersten Zwischenhalt in Altreu. Oder beim Zeltplatz in Solothurn, wo ein filmendes Exemplar wie in einem Kindersitz sitzend auf der Bugkante eines Fahrschulboots sein Können präsentierte. Den Fahrer des Fahrschulboots hatte es notabene erst Sekunden zuvor zu einer Spritzfahrt überreden können. Impressive.

Tolle Kulisse am Zielort

Aber Impressive waren nicht nur die Journalisten, sondern auch die Zuschauer, die Keve und die Wassermannen ab der Rue de Blamage, dem Landhausquai, zujubelten. Und ab dort, wo die Aare im Bereich der Fussgängerbrücke noch einen letzten Schwenk nach links macht, erschienen in Keves Augen auch schon die ersten Zuschauer auf der Roten Brücke. Transparente, Megafone, Jubelschreie. Immer näher kamen und lauter wurden sie. Die Brille von Keve füllte sich ganz allmählich mit Flüssigkeit. Aus einer Mischung zwischen Schweiss und Freudetränen dürfte diese bestanden haben. Aber dies natürlich aus gutem Grund. Wann wird man im Leben schon so euphorisch von Freunden und Fremden empfangen?

Es war für das ganze Team ein wunderschönes Erlebnis, die vielen Zuschauer heute auf der Roten Brücke zu erblicken und uns nachher noch auszutauschen. Vielen lieben Dank für euer Erscheinen und die Unterstützung während unseres Projekts an dieser Stelle!

Abschluss im Kapuzinerkloster

Im Anschluss an die Etappe wurden wir vom Kapuzinerkloster Solothurn noch zum Benefizanlass für das allani Kinderhospiz geladen, wo es feines Raclette und auch genügend zu trinken gab. Vielen Dank an dieser Stelle an Urs und sein Team.

Keve liess am Ende des Tages übrigens vermelden, dass er sich nun schon wieder etwas besser fühle. Und dass er das Ziel nun in Reichweite sehe.

Morgen starten wir aufgrund der Regenfälle erst um 11 Uhr in unsere Etappe. Mit einer Ankunft in Aarwangen ist daher in etwa um 14.30 Uhr zu rechnen.

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