Doppeletappe über 56 Kilometer geschafft

Wir haben nach dem gestrigen Ruhetag wieder Erfreuliches zu vermelden. Die „verlorene“ Strecke des gestrigen Ruhetags konnten wir heute nachholen und Keve war in so guter Verfassung, dass er auch die eigentliche Etappe anfügte. Wir sind dank dieser Mammutleistung wieder perfekt im Zeitplan.

Reissende Aare auf weltberühmter Gummiboot-Strecke

Die Reise des heutigen Tages startete in Hünibach, von wo Keve eine ganz kurze Strecke ins Schwäbis zu Fuss in Angriff nahm. Im Schwäbis warteten zwei Rafting-Guides auf vier von uns plus Keve und kurz darauf nahm der Trupp die Strecke nach Bern in Angriff. Keve schwamm dem Boot voraus und einzig für die Uttigenschwelle wurde er kurz ins Boot gezogen. Den Rest des ersten Teils nach Bern konnte problemlos beschwommen werden. Die Truppe schwamm um rund 12.15 Uhr an unserem Basecamp im Eichholz vorbei und erreichte eine Viertelstunde später den Ausstiegspunkt bei der Dalmazibrücke. Wohl weil die Berner Zeitung einen grossen Artikel über Keve in der heutigen Ausgabe platzierte, waren auf den Brücken der Bundesstadt zahlreiche Zuschauer anwesend, die gespannt in die Aare lugten.

Claude plumpst in die Aare

Wir waren alle recht erleichtert, als Keve und die anderen des Teams heil in Bern angekommen waren, allerdings wussten wir auch, dass gleich eine weitere Härteprüfung aufwartet. Vom Schwellenmätteli ging es nämlich weiter in Schlangenlinie durch Bern und dann noch durch den 8 Kilometer langen Wohlensee. Durch Bern bekundeten wir eigentlich wenig Mühe, einzig Claude im Kajak musste mal ins Wasser hüpfen. Allerdings war dieser Faux-pas auf einen Abstimmungsfehler beim Einstiegsprozedere zurückzuführen. Also alles halb so schlimm. Nebst Claude waren im Verpflegungskanu noch Möller und Gässu mit dabei auf dem Wasser. Und weil wir im Basecamp diverse Dinge vergassen, musste Aschi zum Beispiel gleich dreimal mit dem Auto quer durch Bern fahren. Ja, da gibt es wohl noch etwas Optimierungspotenzial 😉

Aber schwimmerisch verlief die Etappe im Prinzip ohne nennenswerte Zwischenfälle. Weil die Aare viel Wasser führte, mussten Keve und die Begleiter recht paddeln, um in den Schlaufen nicht an den Rand gedrückt zu werden. Danach wurde es auf dem Wohlensee sehr ruhig. Beim Stägmattsteg warteten Keves Eltern und weitere Zuschauer auf den Flussschwimmer und seine Begleitgruppe. Keve wurde in diesem Bereich lautstark angefeuert.

Pause nach dem Gäbelbach-Delta

Kurz nach dem Gäbelbach-Delta legte das Team bei den Sportplätzen des SC Wohlensee eine Pause ein. Ein fliessen der Aare war in diesem Bereich vom Ufer aus noch deutlich zu erkennen. Nach der Verpflegungspause wurde der Fluss merkbar ruhiger und immer mehr zu einer braunen Brühe, Schwemmholz inklusive. Der Wohlensee roch auch recht stark und seit dem BZ-Artikel weiss ganz Bern, dass Keve ab und zu mal unbeabsichtigt einen Schluck zu sich nimmt. Auch im Wohlensee war dies der Fall, was dafür sorgte, dass Keve nach dem Ausstieg erst mal das Maul ordentlich durchspülte. Noch vor dem obligaten Jubelschrei nach 56 Kilometern im Wasser.

Morgen geht’s von Mühleberg nach Hagneck

Nach dieser Wahnsinnsleistung machen wir morgen direkt auf der Aare weiter und wollen den Abschnitt vom Wasserkraftwerk Mühleberg bis in den Bielersee (Hagneck) in Angriff nehmen. Herausforderungen werden morgen wohl die Ausstiege bei den Kraftwerken in Niederried und Hagneck darstellen. Aber für das eingespielte Team vom Projekt Aare stellen diese Herausforderungen keine wirklichen Probleme mehr dar.

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