Die „Königsetappe“ ist überstanden

Ich sitze hier etwas abseits von der Gruppe im Restaurant der Systemgastrokette Hooters. Diese hat zwar absolut nichts mit dem Projekt Aare zu tun, aber es ist Symbol von ein bisschen Gönnung.

Gönnung nach einer Etappe, die Keve und das Team von Brienz aus bis nach Interlaken führte. Das erste Mal während dem Projekt Aare war Keve dabei gänzlich im Wasser unterwegs. Die Schwimmroute führte uns entlang des Südufers des Brienzersees mit einem Zwischenhalt in Iseltwald nach Bönigen bei Interlaken. In der ersten Phase wurde das Team begleitet von einer Journalistin von Telebärn, die vom Boot aus Filmaufnahmen machte. Sie filmte unter anderem auch die ersten Versuche Fäbus auf dem Kanu. Nun ja, wird halt wohl etwas Schneidarbeit geben… 🙂 Das motorisierte Boot wurde uns freundlicherweise vom Pirate Bay-Bootsverleih in Interlaken gesponsert. Wer das gelbe Boot auch mal fahren möchte, kann dies unter Pirate Bay Brienz (pirate-bay.ch) tun.

Die heute absolvierte Strecke war in etwa 15 Kilometer lang. Es gibt während dem Projekt zwar längere Etappen, allerdings nur auf fliessendem oder teilweise fliessendem Gewässer. Und Fliessen heisst in der Regel Unterstützung. Also mindestens Flussabwärts. Heute musste Keve die Strecke aber aus reiner Muskelkraft schaffen – und tat dies mit Bravour.

„Am Anfang war ich schon etwas nervös, weil es heute richtig anstrengend wird“, sagte Keve im Ziel in Interlaken. „Nach einigen Kilometern war die Nervosität dann verflogen und wir kamen super voran.“ Treffende Einschätzung, denn jener Teil des Teams, welcher das Lager in Guttannen abräumte, musste sich am Ende noch sputen, um rechtzeitig in Iseltwald zu sein, um Proviant zu überreichen.

Nach knapp 6 Stunden im Wasser stiegen die Jungs kurz nach 13 Uhr beim Seeclub Interlaken aus dem arschkalten See. Geil!

Morgen 16 Kilometer nach Gunten

Für heute haben wir inzwischen unser Quartier eingerichtet. Der TCS-Campingplatz in Bönigen bietet Obhut für die nächsten zwei Tage. Von dort aus werden wir morgen durch den Aarekanal bis in den Thunersee schwimmen und danach nach Gunten weiterschwimmen. Es warten wieder echte Highlights an der Strecke (Stichwort Beatus-Höhlen, Beatenbucht), wir freuen uns sehr. Mit total 16 Kilometern ist die Etappe noch länger als die heutige. Kommt hinzu, dass die Erschöpfung wohl zu spüren sein wird. Die ersten 5 Kilometer werden im Aarekanal geschwommen, der Rest auf dem See.

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