Spenden weiterhin sehr willkommen

Vorgestern durften wir unser Projekt erfolgreich abschliessen.

Allerdings läuft die Spendenfrist noch bis Ende Monat. Jeder Rappen, der uns via Twint überwiesen wird, fliesst vollumfänglich ans allani Kinderhospiz.

Informationen dazu, wie ihr eure Spende deponieren könnt, findet ihr hier: Support us! – Projekt Aare

Am Ziel angekommen

Alls Allererstes: Entschuldigt bitte den späten Post, aber wir waren gestern noch etwas beschäftigt mit dem Rückbau und dem Abschlussfest.

Das Fest lässt es schon erahnen: Keve und das Team hat gestern auch die letzte Etappe des Projekt Aare 2021 erfolgreich absolvieren können. Diese führte die joggende Meute um Keve, Fäbu, Tüscher, Fredi und erneut Michelle von Villigen nach Koblenz. Die letzte Etappe war zwar eine relativ kurze, trotzdem mussten 15 Kilomenter abgespult werden. Keve hat damit währen dem Projekt etwas über 80 Kilometer laufend (innerhalb von 4 Tagen) absolviert. Hinzu kommen die 157 Kilometer, die er zuvor geschwommen ist, 15 Kilometer auf dem Bike und 36 Kilometer in den Wanderschuhen vom Aarbiwak.

In Koblenz liess das kleine, aber feine Empfangskomitee, das im Wesentlichen aus dem Projektteam und der Familie von Evelyne vom allani Kinderhospiz bestand, die Korken knallen. Und auch Keve gönnte sich zum Abschluss des Projekts den einen oder anderen Schluck von der Flasche.

Mit dem gestrigen Zieleinmarsch gehen für uns als Projektteam 15 unvergessliche Tage vorbei, in denen wir ganz viele nette Menschen entlang der Aare kennenlernen durften. Zusätzlich werden wir dem allani Kinderhospiz einen ordentlichen Batzen an Geld überweisen können. Es kann aktuell noch immer gespendet werden, daher können wir den genauen Betrag noch nicht genau beziffern.

An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank für eure Unterstützung und das Interesse an unserem Abenteuer.

Wir werden hier auf der Webseite in Kürze noch eine etwas umfangreichere Zusammenfassung unserer Erlebnisse veröffentlichen. Vorerst lassen wir aber erst noch einige Bilder von unserem letzten Tag sprechen.

Letzte Etappe vor dem Abschluss

Gestern Abend durften wir erstmals die Aargauer Gastfreundschaft erleben. Der FC Auenstein überliess uns freundlicherweise die Gästegarderobe, die wir gerne als Schlafgelegenheit nutzten. Znacht überraschte uns Nils mit feinen Älplermagronen, die wir gemeinsam mit dem Vereinspräsidenten des FC Auenstein und seinen Kindern zu uns nahmen. Letztere liessen uns heute Mittag ausrichten, dass das Essen phantastisch geschmeckt hatte. Wir vom Projektteam waren gleicher Meinung.

Zu Fuss machte sich ein Detachement inklusive Keve joggend auf den Weg nach Villingen. Begleitet wurden Keve, Aschi und Tüscher von Michelle. Entlang der Aare führte uns unser Weg zuerst 10 Kilometer bis nach Brugg. Bei der Steinernen Aarebrücke hielten wir kurz inne und bestaunten die Gewalt der Aare in diesem Bereich. Der Fluss fliesst dort auf einer breite von lediglich 12 Metern zwischen den Häusern hindurch. Mit 17 Metern Tiefe ist die Aare in diesem Bereich zugleich tiefer als sonst so.

Ausserhalb von Brugg konnten wir gar noch einen Blick auf das „Wasserschloss der Schweiz“ werfen. Das Wasserschloss ist jener Bereich, wo Reuss und Limmat in die Aare fliessen. Grosse Teile der danebenliegenden Agrarflächen stehen derzeit unter Wasser.

Wenige Kilometer später erreichten die Läufer den Verpflegungsposten. Villigen war da schon bald erreicht. In Villigen angekommen wurde ihnen jedoch bewusst, das Villigen eigentlcih gar nicht der Zielort gewesen wäre. Gähnende Leere in der dortigen Turnhalle. Einige Telefonate später konnten wir den definitiven Zielort definieren: Stilli. Also noch zwei Kilometer weiterlaufen.

Dort werden wir heute Abend auf Turnmatten übernachten – ein Kindheitstraum. 🙂

Am Nachmittag stellten die Damen und Herren des SLRG Baden-Brugg vor der Turnhalle einen Informationsstand, um auf die Gefahren auf dem Gewässer aufmerksam zu machen. Die sympathischen Vereinsmitglieder konnten aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen, was auch für uns sehr interessant war.

Morgen nun der Abschluss unseres Projekts. Wir nehmen die letzten rund 15 Kilometer bis nach Koblenz in Angriff, wo die Aare in den Rhein fliesst und unsere Reise endet.

Bienvenido a Auenstein

Liebe Leute, wir haben auch heute nicht gepennt.


Wie gestern in unseren Beiträgen bereits erwähnt, werden wir unsere letzten Etappen nicht mehr zu Wasser, sondern zu Fuss bestreiten.

Keve startete heute Vormittag zusammen mit Iwe und Tüscher in die Etappe nach Auenstein. Und zwar, wie bereits erwähnt, zu Fuss. Das Trio joggte unter Begleitung des Fahnenträgers Fredi Wälchli raus aus unserem Heimatkanton in das benachbarte Aargau. Eine ganze Weile konnte der Weg relativ nahe des ursprünglichen Ufers der Aare bestritten werden. Bald endete sich dies jedoch. Die Unwetter der letzten Tage wirkten sich freilich auch auf die Aare und deren Uferwege aus. Viele dieser waren unbegehbar und der direkteste Weg führte die Laufgruppe zwangsläufig weg vom Gewässer. Was dieser Fluss in diesen Tagen an Wasser mit sich bringt, ist einerseits beeindruckend, andererseits beängstigend.

Diverse Mitglieder unseres Teams versendeten unterdessen Videos von diversen Orten an der Aare. Die Wucht, mit der das Gewässer dieser Tage durch das Bett gleitet, ist wirklich beeindruckend. Die Natur zeigt sich mit all ihrer Kraft.

Aber zurück auf die Strasse: Nach rund drei Stunden Laufen erreichten Keve und seine zwei Begleiter die etwas erhöhte Uferpromenade hinter dem Kraftwerk Rupperswil. Wenige Meter später wurden die Jungs von Sarah und Irene vom allani Kinderhospiz mit Tröten empfangen. Dieses Tröten begleitete sie auch noch die letzten Meter bis zum Ziel beim Fussballplatz des FC Auenstein.

Dort wurden wir freundlich empfangen und später am Abend zeigte sich gar noch der Vereinspräsident Fäbu mit seinen Kindern, mit denen wir zusammen Abend assen.

Morgen werden wir erneut zu Fuss die nächste Etappe in Angriff nehmen. Erneut sind dies über 20 Kilometer bis nach Villingen. Die Gemeinde hat dort einen Informationsstand organisiert, um auf die Gefahren beim Schwimmen auf der Aare aufmerksam zu machen. Ein Thema aktueller denn je. Informationen dazu: Projekt Aare / Villigen

Was auf der Aare derzeit abgeht, ist Wahnsinn. Wir wünschen an dieser Stelle allen, die von den Unwettern betroffen sind, viel Kraft. Herzlichen Dank den Rettungsorganisationen für den grossartigen Einsatz während den Unwettern dieser Tage.

Der Umstieg auf die Turnschuhe ist erfolgt

Wir haben alles versucht, was mit kalkulierbarem Risiko möglich gewesen ist. Mussten und wollten uns dann aber doch dem Wetter beugen. Aber alles von Beginn weg.

Keve und die Begleitboote starteten heute Vormittag in die nächste Etappe unseres Projekts. Und zwar zu Wasser. Die Bedingungen haben es in diesem Bereich, zwischen Flumenthal und Bannwil, noch zugelassen. Der Teil dieser Etappe auf dem Wasser war allerdings von grossem organisatorischem Aufwand geprägt. Sämtliche kritischen Stellen, das sind im Wesentlichen Brücken und Wehre, wurden vorab von Scouts aus dem Projektteam genau unter die Lupe genommen. Der Beginn der Etappe verlief denn auch ohne bemerkenswerte Zwischenfälle, die Aare war trotz Hochwasser relativ ruhig, die Menge an Schwemmholz hielt sich in Grenzen. In Bannwil hielt das Team um Keve eine weitere Lagebesprechung ab und entschied, den Weg auf dem Wasser nicht mehr fortzuführen. Wie wir immer wieder erwähnten, steht die Sicherheit aller Beteiligten im Vordergrund. Und zuletzt wollen wir noch die Hilfe Dritter beanspruchen, die aufgrund des Niederschlags ohnehin schon alle Hände voll zu tun haben. 15 Kilometer waren bis zu diesem Zeitpunkt auf der Aare absolviert.

Weiter der Aare entlang

Unser Ausweichplan sah von Beginn weg vor, dass wir, falls ein Schwimmen auf der Aare nicht möglich ist, den Weg der Aare entlang zu Fuss zu bestreiten. Also machte Keve fortan zu Fuss weiter, rannte also entlang der Aare bis zu unserem Etappenziel in Trimbach. Das waren doch noch bemerkenswerte 24 Kilometer. Erneut eine tolle Leistung unseres Protagonisten!

In Trimbach finden wir heute Nacht Obdach in der WG Treffpunkt, wo wir mit einem tollen Apéro empfangen wurden. Dies war sogleich das Highlight der heutigen Etappe.

Die WG Treffpunkt  erbringt sozialtherapeutische und integrative Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und ist eine tolle Institution. Infos dazu findet ihr unter  WG Treffpunkt.

Morgen erneut zu Fuss

Es dürfte euch allen klar sein, dass wir uns die letzten Etappen des Projekts etwas anders vorgestellt hätten. Aber, und das wussten wir von Anfang an, wir bewegen uns in der Natur und unser Projekt ist nahezu zu 100 Prozent von ihr abhängig.
Aufgrund der Regenfälle, die für heute Nacht prognostiziert werden, werden wir wohl auch die morgige Etappe nicht auf dem Wasser bestreiten. Trotzdem halten wir Kurs auf unser aller grosses Ziel: Koblenz. Wenn nicht auf der Aare, dann halt neben ihr.

Wir hoffen, dass sich die Schäden, welche die Unwetter mit sich bringen werden, für alle Beteiligten in Grenzen halten und freuen uns auf die letzten Etappen.

Abbruch nach 4 Kilometern

Nachdem wir gestern problemlos und pünktlich in Solothurn angekommen waren, machten wir uns heute Vormittag von der Roten Brücke aus in Richtung Aarwangen, dem Etappenziel.

Wir wussten, dass die Verhältnisse nach dem Gewitter und den Niederschlägen der vergangenen Nacht schwierig sein würden, entschieden uns aber dennoch für einen Versuch.

Nachdem die Aare bis zum Emmenspitz doch recht ruhig war, hatte das Team ab dieser Mündung mit viel Schwemmholz zu kämpfen, das von der Emme in die Aare gespült worden war, was besonders das Aussteigen vor den Wehren erschwerte. Das Team entschied deshalb aus Sicherheitsgründen, den Fluss beim Attisholz zu verlassen und die Etappe abzubrechen.

Im Rahmen des Briefings wird nun entschieden, wie wir das Projekt gewissenhaft fortführen können. Eine Möglichkeit wäre, die Etappe morgen nachzuholen , eine andere, die Etappe morgen zu Fuss zu absolvieren.

Sicherheit steht für uns an oberster Stelle, deshalb sind wir der Überzeugung, richtig entschieden zu haben.

Wir werden euch auf dem Laufenden halten, wie es weitergeht.

Blessings, PA2021

PS: Unten zwei Videos von Aare und Emme.

Die Emme beim Emmenspitz
Ausstieg voll mit Schwemmholz beim Wehr in Flumenthal.

Solothurn ist erreicht

Die Vorzeichen standen zum einen gut, dann wiederum auch weniger. Zum einen war da die relativ kurze Etappe, die uns nach Solothurn in die Heimat führte, zum anderen war Keve halt immernoch angeschlagen. Wie bereits am gestrigen Tag führte er auch heute ein Kampf mit sich selbst, wurde von Bauchkrämpfen gequält, hatte Verdauungsprobleme. Diese Probleme stellte auch das Verpflegungspersonal zu Wasser vor gewisse Probleme, zumal der Kalorienverlust schwer einzukalkulieren war.

Aber auf seinen Kopf, auf den konnte sich Keve wie gewohnt verlassen und so startete er wie vereinbart um 11.30 Uhr in den Schwumm nach Hause. Begleitet wurde der Tross während den Zwischenhalten gleich von zahlreichen Zuschauern und Journalisten. Vertreter letzterer Zunft stellten sich während dieser Etappe einmal mehr ins beste Licht. Beispielsweise beim doch etwas unkonventionellen Interview beim ersten Zwischenhalt in Altreu. Oder beim Zeltplatz in Solothurn, wo ein filmendes Exemplar wie in einem Kindersitz sitzend auf der Bugkante eines Fahrschulboots sein Können präsentierte. Den Fahrer des Fahrschulboots hatte es notabene erst Sekunden zuvor zu einer Spritzfahrt überreden können. Impressive.

Tolle Kulisse am Zielort

Aber Impressive waren nicht nur die Journalisten, sondern auch die Zuschauer, die Keve und die Wassermannen ab der Rue de Blamage, dem Landhausquai, zujubelten. Und ab dort, wo die Aare im Bereich der Fussgängerbrücke noch einen letzten Schwenk nach links macht, erschienen in Keves Augen auch schon die ersten Zuschauer auf der Roten Brücke. Transparente, Megafone, Jubelschreie. Immer näher kamen und lauter wurden sie. Die Brille von Keve füllte sich ganz allmählich mit Flüssigkeit. Aus einer Mischung zwischen Schweiss und Freudetränen dürfte diese bestanden haben. Aber dies natürlich aus gutem Grund. Wann wird man im Leben schon so euphorisch von Freunden und Fremden empfangen?

Es war für das ganze Team ein wunderschönes Erlebnis, die vielen Zuschauer heute auf der Roten Brücke zu erblicken und uns nachher noch auszutauschen. Vielen lieben Dank für euer Erscheinen und die Unterstützung während unseres Projekts an dieser Stelle!

Abschluss im Kapuzinerkloster

Im Anschluss an die Etappe wurden wir vom Kapuzinerkloster Solothurn noch zum Benefizanlass für das allani Kinderhospiz geladen, wo es feines Raclette und auch genügend zu trinken gab. Vielen Dank an dieser Stelle an Urs und sein Team.

Keve liess am Ende des Tages übrigens vermelden, dass er sich nun schon wieder etwas besser fühle. Und dass er das Ziel nun in Reichweite sehe.

Morgen starten wir aufgrund der Regenfälle erst um 11 Uhr in unsere Etappe. Mit einer Ankunft in Aarwangen ist daher in etwa um 14.30 Uhr zu rechnen.

Empfang unter Applaus in Solothurn

*Etappenbericht folgt noch*

Liebe Freunde, wir haben heute einen ganz aufregenden Tag hinter uns gebracht. Wir sind heil in Solothurn angekommen, wo wir auf der Roten Brücke von rund 60 Zuschauern in Empfang genommen wurden. Danach durften wir mit unseren Liebsten noch zum Racletteplausch ins Kapuzinerkloster.

Wir haben uns wahnsinnig über diesen grossartigen Empfang gefreut.

Fotos und ein detaillierter Etappenbericht der 20 Kilometer zwischen Meienried und Solothurn folgen morgen.

Zeitplan der Etappe nach Solothurn

Wie gestern bereits grob im Etappenbericht erwähnt, wird die heutige Etappe zeitlich wie folgt ablaufen:

11.30 Uhr Start in Meienried (Fischerweg-Brücke)
14 Uhr – 15 Uhr Pause in Altreu
17 Uhr Ankunft Rote Brücke Solothurn (Schützenmatt-Schulhaus)

Die Distanz dieser Etappe beläuft sich auf ungefähr 23 Kilometer. Interessante Punkte dieser Etappe sind die Mündung der Alten Aare in die Aare bei Büren, die Witi in Grenchen, das Storchendorf Altreu und natürlich Solothurn.

Wir freuen uns sehr auf möglichst viele Besucher.